Keine 2 km nordöstlich von einem der jüngsten böhmischen Vulkane - Železná hůrka (siehe auch) befindet sich der vierseitige Holzaltan der Quelle Kyselecký Hamr. Die stark perlende Quelle entspringt aus kristallinen Gesteinen des Saxothuringikums, gehört jedoch schon zur Gruppe der Karbonatwässer von Marienbad. Es handelt sich um eine typische Spaltenquelle, die unter der Schicht von Anschwemmungen (sog. Alluvium) versteckt ist, welche die Au des Stebnický Baches bilden.
Das Mineralwasser wird in einem Behälter aus glatten Granitquadern aufgefangen, auf welchem die Jahreszahl 1698 zu sehen ist. Quelleneinfassungen aus Stein sind für Mineralquellen in der Region nicht üblich, meistens hat man die Brunnen mit Holzplatten ausgelegt oder ausgehöhlte Baumstämme benutzt. Mineralwasser war angeblich schon im 16. Jahrhundert bekannt, als es die Kurgäste trinken sollten, die in Mýtina oder im bayerischen Neualbenreuth einquartiert waren. Während des Totalitärregimes lag die Quelle im Grenzgebiet und war für Touristen unzugänglich. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kam es zu Versuchen einer geschäftlichen Nutzung. Man hat Bohrungen niedergebracht, eine Quelleneinfassung errichtet und am Rande von Mýtina begann man eine Abfüllanlage zu bauen. Das Vorhaben scheiterte und so ist die Quelle immer noch zugänglich.
Katastergebiet: Mýtina
Typ nach Zusammensetzung: schwach mineralisierter eisenhaltiger Sulphat-Carbonat-Chlorid-Natrium-Säuerling
Temperatur (°C): 8
Fassungsausmaße (cm): 100x100
Fassung: steinerne quadratische Granitfassung mit Abflußloch
Tiefe (cm): 130
Gehalt CO2 (mg/l): 2117
Meereshöhe (m): 518